Politisches...
Berufs-Politik im Gesundheitswesen
Mai 2008
1. Heilmittel-Zahlen für 2007: Steigerungen (fast) allerorten.
Die
gesetzlichen Krankenversicherungen haben vergangene Woche ihre
Statistiken veröffentlicht. Demnach haben sie für Heilmittel im Jahr
2007 2,5% mehr ausgegeben als im Vorjahr. Je nach Region und
Berufsgruppe fallen die Steigerungen aber sehr unterschiedlich aus. Für
physiotherapeutische Behandlungen haben sie 2,5% mehr ausgegeben. Im
Osten wurde ca. 9% mehr Ergotherapie und Logopädie verordnet. Die
regionalen Unterschiede sind aber nach wie vor verblüffend. Westfalen bleibt physiotherapeutische Diaspora: in Baden-Württemberg, Berlin und Sachsen wird mehr als doppelt so viel Physiotherapie pro Versicherten verordnet.
Die Nachbarn aus Nordrhein scheinen sich dem westfälischen Trend
anzupassen, haben dort doch die Versicherten knapp 9% weniger
physiotherapeutische Behandlungen erhalten.
Hoch und runter. GKV-Heilmittel-Informationssystem mit Zahlen für 2007
2. Patient organisiert Informationsabend zur Heilmittelmisere in Westfalen-Lippe
Patient
in Westfalen-Lippe zu sein ist ein fragwürdiges Privileg. Nirgendwo in
der Republik wird seit Jahren so wenig Physiotherapie verordnet wie
zwischen Bielefeld und Bochum. Reinhold Kummutat wollte sich das nicht
länger bieten lassen und hat einen Informationsabend organisiert.
Herr
Kummutat ist Patient und hat es geschafft, Therapeuten, Politiker,
Ärzte und Kassenvertreter in die Stadthalle nach Ahlen zu holen. Was in
Ahlen geht, sollte woanders doch auch möglich sein?
Patient organisiert Informationsabend zur Heilmittelmisere in Westfalen-Lippe